Efeu

„Wo’s Sträußchen hängt, wird ausgeschenkt.“ Früher machten Winzer mit einem Efeukranz auf ihre Weinschänken aufmerksam. Auch heute findet man in vielen Weinläden und Gastronomien noch den symbolischen Efeustrauß. Efeu ist eine Pflanze mit Geschichte: Bereits in der Antike weihte man ihn den Göttern des Weins und der Fruchtbarkeit. Später erkannte man immer mehr seine heilende Wirkung.

Herkunft und Botanik

Efeu, oder auch Gemeiner Efeu genannt, gehört zu den Efeugewächsen (Araliaceae), die fast in ganz Europa heimisch sind. Er ist eine immergrüne Kletterpflanze, die bis zu 20 Meter hoch wachsen kann. Seine Blätter sehen herzförmig aus und haben eine dunkelgrüne Farbe. Efeu zeigt seine Blüten im Herbst und bekommt im Frühjahr seine glänzenden, schwarzen Beeren. Vorsicht: Auch wenn sie sehr appetitlich aussehen, sind sie giftig für Menschen.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Die Inhaltsstoffe mit heilender Wirkung werden beim Efeu aus den Blättern gewonnen. Sie enthalten 2,5 bis sechs Prozent Triterpensaponine, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Besonders wichtig für die Wirkung sind bestimmte Substanzen namens Hederacosid C und B sowie alpha-Hederin. Sie regen die Bronchialschleimhaut dazu an, dünnflüssiges Sekret zu produzieren. Bei festsitzendem Schleim, so wie er bei Erkältungen auftritt, helfen sie so das Abhusten zu erleichtern. Gleichzeitig wirkt Efeuextrakt stimulierend auf die Bronchialschleimhaut und sorgt dafür, dass Schleim besser aus den Atemwegen abtransportiert wird. Alpha-Hederin entspannt darüber hinaus die Bronchialmuskulatur und entkrampft so die Atemwege.

Anwendungsgebiete

Wer unter festsitzendem Husten leidet und das Gefühl hat „nicht richtig abhusten zu können“, bekommt seine Symptome meist mit Efeu-Präparaten schnell in den Griff. In Apotheken gibt es Extrakte der Heilpflanze als Hustensaft zu kaufen. Dieser löst den zähen, dickflüssigen Schleim, der meist erkältungsbedingt auf den Bronchien liegt. Betroffene können so dank rein pflanzlicher Kraft schneller wieder durchatmen.

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