Im Urlaub ist Zeit, mal krank zu sein...

Eine bedenk­liche Entwickl­ung, die sich da seit etwa 10 Jahren abzeichnet, denn wer kennt das nicht: Endlich Urlaub, freie Tage, Erholung.....und was passiert...der Hals kratzt, der Kopf dröhnt und eine Erkält­ung kündigt sich an.

Dass Menschen krank werden, wenn sie sich entspannen, beobachten Psychologen schon lange undsind sich darüber einig, dass die Folge ständiger Überlastung der Menschen im Arbeits­alltag erst in Freizeit­phasen zutage tritt, weil sie dann erst wahrgenommen wird. Woran das liegt?

Unser Körper passt sich andauerndem Stress an, indem er ständig Energie zuführt. Die Folge sind erhöhter Blut­druck und ein höherer Ruhe­puls. Auch Leber, Magen und Darm leiden unter der Dauer­belastung. Die Symptome kriegen wir unter Stress gar nicht mit bzw. halten wir aus Pflicht­gefühl dem Arbeitgeber gegenüber durch, ohne zum Arzt zu gehen. Kommen wir dann aber mal für ein paar Tage zur Ruhe, werden wir krank. „Leisure sickness“ wird dieses Phänomen genannt und trifft zumeist Menschen mit hohem Arbeitspensum und ausgeprägtem Verant­wortungs­bewusstsein.

Wir müssen wieder mehr Sorge dafür tragen, dass unser Körper Entspannung findet, raten Psych­ologen. Damit ist allerdings nicht ausschließlich Nichtstun oder Fernsehen gemeint, sondern vielmehr das, was einem wirklich gut tut und Freude macht. Insbesondere Bewegung hilft oft auch den Kopf frei zu bekommen.

Unterbricht man den Stress­prozess nicht, kann es im schlimmsten Fall zu psycho­somatischen Besch­werden kommen oder es kommt vielleicht irgendwann sogar soweit, dass wir Angst vor freien Tagen haben, weil es uns dann immer so schlecht geht. Und das kann mit Sicher­heit nicht Ziel sein!