Themenspecial Stress
Stress – viele Ursachen, viele Auswirkungen!
Stress - was ist das eigentlich?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen positivem (Eustress) und negativem Stress (Distress). Ersterer tut uns eher gut, ist inspirierend und fördernd (z.B. wenn wir beim Sport über uns hinauswachsen, eine große Feier planen, auf die wir uns schon lange freuen oder wenn wir uns verlieben). Dauerhaft negativer Stress hingegen (z.B. durch Sorgen, berufliche Überforderung, permanente Erreichbarkeit, Doppelbelastung durch Kinder und Beruf, Zukunftsängste durch unsichere Arbeitsverhältnisse usw.), bedeutet ein hohes Risiko für die Gesundheit.
Körperliche Reaktionen bei Stress
In Stresssituationen weiten sich die Bronchien, um mehr Sauerstoff aufzunehmen. Dadurch wird die Atmung schnell und flach. Zudem schlägt das Herz schneller und stärker, wodurch der Blutdruck steigt und sich Blutgefäße verengen. Auch die Muskeln werden besser durchblutet und spannen sich stärker an.
Ist Stressempfinden subjektiv?
Ja, Stress ist ein eher subjektives Empfinden. Bei dem einen entsteht schon bei der kleinsten Unregelmäßigkeit im Tagesablauf Stress, bei dem anderen braucht es schon deutlich mehr Einflüsse (Stressoren), um das Gefühl von Stress zu verursachen.
Dabei sind die Grenzen zwischen Eustress und Distress fließend. Eine positive Herausforderung kann sich sehr schnell in negativen Stress umwandeln, wenn eine anfänglich als motivierend empfundene Stresssituation zum Beispiel lange andauert.
Stress und Gesundheit – wie hängt beides zusammen?
Wer langfristig wiederkehrenden Überlastungen ausgesetzt ist, sich überfordert und so hilflos und handlungsunfähig fühlt, ist dadurch gehemmt und blockiert, Probleme rational anzugehen. Ihm fehlen Entspannungsphasen und er wird in der Folge ängstlich, gereizt und erschöpft. Dass eine solche Dauerstress- Situation negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, lässt sich denken. Einige häufig auftretende Auswirkungen von Stress auf unsere Gesundheit wollen wir nachfolgend thematisieren.
Ungewöhnliche aber wirksame Entspannungstipps
Ungewöhnliche aber wirksame Entspannungstipps Heilpflanzen Experten…
Nervöse Unruhe
Wer sich zum Beispiel dauerhaft überfordert fühlt, wem viele Situationen darum angsteinflößend erscheinen und wer so ständig unter dem Druck steht, bloß keine Fehler zu machen oder etwas zu vergessen, lebt in dauerhafter Anspannung. Nervosität und Unruhe werden zu seinen Begleitern und die zur Erholung nötigen Entspannungsphasen bleiben aus. Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit oder Erschöpfung sowie Stimmungsschwankungen sind typische Symptome, zitternde Hände, Herzrasen, Schweißausbrüche, Augenzucken können die Folge sein. Je nach Intensität und Dauer dieser Phase können sanfte Naturheilmittel mehr Gelassenheit bringen, bei andauernden Beschwerden sollte jedoch ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Schlafstörungen
Jeder kennt es, wenn man mal eine Nacht oder mehrere nicht richtig durchschläft, weil ungewohnte äußere Einflüsse wie Geräusche, Licht- oder Schlafsituationen vorliegen. Oder weil man Schmerzen hat oder psychische Einflüsse wie z.B. dass die Gedanken um ein bestimmtes Problem oder eine Aufgabe kreisen, den Geist beschäftigen. Sobald man sich aber an veränderte Umstände gewöhnt hat, diese oder die Schmerzen abgestellt sind oder das gedankliche Thema erledigt ist, kehrt der übliche, erholsame Schlaf zurück.
Wer unter Dauerstress steht läuft jedoch Gefahr, dass sich diese „Normalität“ eben nicht wieder einstellt. Dauerhafte Schlafstörungen (Probleme beim Einschlafen, Durchschlafen usw.) können durch die fehlende Regeneration der Zellen während des Schlafes zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.
Erhöhte Infektanfälligkeit
Dauerhafter Stress und die oft einhergehende seelische Belastung sowie Schlafmangel kosten Kraft. Kraft, die der Körper nicht nur zur Regenration braucht, sondern auch für die Immunabwehr. Ist diese geschwächt und nicht voll funktionsfähig, führt dies zu eine erhöhten Infektanfälligkeit und mögliche Krankheitsverläufe können langwierigerer oder komplikationsträchtiger werden. Im Durchschnitt hat jeder Deutsche etwa 2 Mal im Jahr eine Atemwegsinfektion wie Husten oder Schnupfen. Bei einem geschwächten Immunsystem treten Infektionen wie z.B. Erkältungen oder grippale Infekte hingegen deutlich häufiger auf.
Herz-/Kreislauf Erkrankungen
Aufgrund des mit Stress einhergehenden Anstiegs des Blutdrucks lässt sich erklären, warum lang anhaltender Stress auch zu Herz-/Kreislauferkrankungen führen kann. Der ständig auf „Alarm“ laufende Organismus, die erhöhte Herzfrequenz und die dann fehlenden Ruhephasen, um sich von der Erschöpfung zu erholen, können zu dauerhaftem Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder auch Herzinsuffizienz führen. Der Herzmuskel wird geschwächt und die Pumpleistung des Herzens verringert sich, was sich nachteilig auf die Blutversorgung von Organen und Gewebe auswirkt.
Sexuelle Unlust
Nicht selten führt zu viel Stress auch zu sexueller Unlust. Der Kopf ist voll mit Dingen, die bedrücken, beschäftigen oder ängstigen, der Schlaf ist nicht mehr erholsam, Sorgen kreisen im Kopf und eine allumfassende Erschöpfung (bis hin zum Burnout ) macht sich breit – da geht oft auch die sexuelle Lust verloren. Kurzfristig stressige Lebensumstände können sich belastend und lusthemmend auswirken, Dauerstress wird auf längere Sicht ziemlich sicher zur sexuellen Flaute führen. Bevor dies zu einem Teufelkreis wird, weil durch fehlende Sexualität dann auch noch die Sorge um die Partnerschaft hinzukommt, sollte insbesondere mit dem Partner offen darüber kommuniziert werden. So kann Betroffenen oft schon zumindest dieser Druck genommen werden und vielleicht finden sich ja dabei sogar gemeinsame Wege, auch weitere mögliche Stressoren zu entzerren.
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Heilpflanzen für ein stressfreies Leben
Heilpflanzen können für mehr Gelassenheit sorgen und uns dabei helfen Schlafmangel, nervöse Unruhe oder sexuelle Unlust, ausgelöst durch Stress, zu mindern und unser Immunsystem zu unterstützen.
Die beliebtesten Heilpflanzen hierfür sind Baldrian, Hopen und Melisse sowie Sonnenhut, Lebensbaum, Färberhülse oder Damiana.
Damiana
Bereits seit der Mayakultur ist Damiana (Tunera Diffusa) für ihre Wirkung als natürliches Aphrodisiakum bekannt.
Sonnenhut
Sonnenhut (Echinacea) ghört zu den Korbblütlern (Asteraceae).
Lebensbaum
Lebensbaum (Thuja occidentalis) zählt zu den Zypressengewächsen.
Melisse
Die Melisse (Melissa officinalis) gehört zu den Lippenblütlern.
Hopfen
Hopfen (Humulus lupulus) gehört zu den Hanfgewächsen.
Baldrian
Baldrian (Valeriana officinalis) gehört zu den Baldriangewächsen (Valerianaceae)
Färberhülse
Färberhülse (Baptisia tinctoria (L.)) gehört zu denSchmetterlingsgewächsen (Baptisia tinctoria).
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