Hier sieht man den Salbei (Salvia officinalis)© Ryan Yee/ shutterstock

Salbei

Salvia officinalis

Salbei ist als aromatisches Gewürz und Heilmittel bekannt und wurde bereits im alten Ägypten, der Antike sowie in der keltischen Mythologie als Heilmittel erwähnt. Die schmale Sofie oder das Zahnblatt, wie Salbei noch genannt wird, lindert z.B. Begleiterscheinungen von Erkältungen, hilft bei entzündetem Zahnfleisch oder wird gegen Schwitzen eingesetzt.

Herkunft und Botanik

Echter Salbei (Salvia officinalis) gehört zu den Lippenblütlern (Lamiacea) und blüht zwischen Mai und Juli. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst an trockenen Standorten und wird bis zu 70 cm hoch. Die Blätter des aromatisch riechenden Halbstrauchs stehen gegenständig zueinander und sind graugrün gefärbt und filzig behaart (ebenso wie der Stengel). Die hell- bis blauvioletten Blüten, die zweilippig sind, befinden sich in den oberen Blattachsen und ordnen sich ährenartig an.

Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Die Blätter des Salbei haben eine heilende Wirkung des Salbei. Die ätherischen Öle in den Blättern enthalten z.B. folgende Substanzen Thujon und Kampfer sowie Lamiaceengerbstoffe wie Rosmarinsäure, Flavonoide und das Triterpen Urolsäure. Der Bitterstoff Canosol ist die Ursache für den leicht bitteren Geschmack. Die Heilwirkung ist auf das Zusammenwirken der verschiedenen Inhaltsstoffe zurückzuführen. Die ätherischen Öle sorgen dafür, dass sich Krankheitserreger nicht weiter vermehren können und die Lamiaceengerbstoffe ziehen quasi Mund- und Rachenschleimhaut zusammen. Bei Halsschmerzen kann Salbeitee helfen oder eine Gurgellösung. Bei entzündetem Zahnfleisch gibt es spezielle Lösungen, die verdünnt auf die betreffenden Stellen getupft werden.

Anwendungsgebiete

Salbei ist schon lange als natürliches Heilmittel gegen Heiserkeit, Halsschmerzen und Zahnfleisch­entzündungen bekannt. Durch das Zusammenziehen der Schleimhäute wird diese als Barriere
un­­­durchlässiger für Viren und Bakterien. Außerdem beruhigt Salbei die gereizte Oberfläche der Schleimhaut. Gleichzeitig verschließen sich kleine Wunden im Zahnfleisch besser. In höhrer Dosierung kann Salbei auch gegen übermäßiges Schwitzen (z.B. in den Wechseljahren) helfen. Dabei muss man immer bedenken, dass der Salbei ein Phytöstrogen ist und eine hormonartige Wirkung hat.